Mittwoch, 8. Februar 2017

2015 - Junge Winzer - Weißer Burgunder - Bade

Wir nähern uns wieder den Grauburgunder. Mit einem Weißburgunder :)
Ich war heute bei Lidl auf der Suche nach einem Grauburgunder und was fällt mir da ins Auge? Ein modernes Etikett von den Jungen Winzern. Da musste ich zugreifen.


Das Flaschen- und Etikett-Design gefällt mir gut. Ich finde es immer gut, mal was neues zu machen. Was ich aber direkt zu bemängeln habe: Warum macht man ein modernes Flaschen- und Etiketten-Design, verwendet dann aber einen Korken? Ich bin absolut kein Freund vom Korken. Inzwischen gibt es gut Schraubverschluss-Lösungen, die die Flasche gut verschließen und dem Korken in Nichts nachstehen. Im Gegenteil, der Korken hat mehrere Nachteile. Dass Korkenstücke in den Wein fallen können ist nur einer der negativen Punkte.

So nun zum eigentlichen: Dem Bouquet, dem Aussehen und dem Geschmack.
Meine Meinung zum Flaschendesign habe ich ja nun abgegeben :).
Die Farbe des Weißburgunder ist sehr schön und ähnelt den Grauburgundern: Ein heller gelblicher Ton. Nun zum Bouquet: Ich habe den Wein zuerst nicht kaltgestellt, er hatte somit fast Zimmertemperatur. Das ist natürlich nicht die optimale Temperatur, aber meiner Meinung nach entfalten sich die Gerüche und auch der Geschmack so viel besser.
Bei der ersten Geruchsprobe zog es mir durch Mark und Bein, ich bekam regelrecht Gänsehaut. Das Bouquet ist sehr intensiv und riecht sehr nach Zitrusfrüchten aber auch etwas blumig. Die Gänsehaut hatte ihre Ursache im Säuregrad, der bereits im Bouquet stark erkennbar ist.
Nun habe ich den Weißburgunder natürlich auch bei Zimmertemperatur probiert. Und das Bouquet bestätigt sich: Geschmacklich sind die Weißburgunder den Grauburgundern ja ähnlich, meist aber etwas flacher und weniger intensiv. Das bestätigt sich hier zwar aber nicht so stark. Der Weißburgunder hat eine intensive Säure und eine leichte Blumigkeit. Auch eine minimale Süße ist erkennbar. Die Süße könnte nach meinem Geschmack allerdings etwas intensiver sein.

Dennoch: Eine wirklich Empfehlung! Ein guter Weißburgunder für 5,99 Euro von Lidl! Probiert ihn, wenn ihr ihn zufällig im Regal seht! :)

Montag, 6. Februar 2017

2015 - Thomas Mend - Silvaner (Trocken)

Jaa, es ist ja schon fast "Tradition" hier, dass auf dem Pinot-Gris-Blog keine Grauburgunder-Weine mehr vorgestellt werden☺.
Ich werde mich in Zukunft bemühen auch wieder mehr Grauburgunder-Weine vorzustellen, doch zuerst kommen wir noch zum Silvaner. Beim Silvaner handelt es sich um eine österreichische Rebsorte. Früher wurde der Silvaner sogar "Österreicher" genannt.

Aussehen, Bouquet, Geschmack:

Thomas Mend hat sich für seinen Silvaner eine besondere Flasche ausgesucht, die einen großen Flaschenbauch hat. Das wirkt erstmal interessant. Auch finde ich das Label-Design vom Mend-Weingut sehr ansprechend, schlicht und modern.
Die Weinfarbe ähnelt natürlich unserem Grauburgunder-Freund: Ein heller Gelbton.
Das Bouquet wirkt sehr frisch und angenehm, nichts stechendes. Schon vom Geruch habe ich Gänsehaut bekommen, weil die Säure direkt erkennbar ist.
Beim ersten Schluck konnte ich die Frische erkennen, ich hatte das Gefühl, dass ein leichtes Perlen spürbar war. 
Für mich als Grauburgunder-Freund ist der Silvaner allerdings nichts, für mich ist er nicht intensiv genug, außerdem fehlt die Süße. Und dazu hat er für mich zu viel Säure.

Fazit: Nichts für Grauburgunder-Freunde! :)

Donnerstag, 2. Februar 2017

2015 - Thomas Mend - Rivaner (Trocken) - Der Frankenwein

Und wie schon fast üblich, mal wieder ein Kurzbericht zu einem Nicht-Grauburguner: Der Rivaner von Thomas Mend aus Franken.
Der Rivaner ist eigentlich ein Müller-Thurgau, also eine Kreuzung aus Riesling und Madeleine Royale.


Ich kann kaum einen Online-Shop finden, wo man ihn online bestellen kann. Ich habe ihn zu Weihnachten geschenkt bekommen, er wurde scheinbar direkt in Franken beim Mend-Weingut gekauft.
So nun aber zum Bouquet: Das Bouquet des Rivaners ist recht intensiv und angenehm. Eine erfrischende Säure ist direkt erkennbar.
Auch farblich gefällt er mir sehr gut. Ein leichter Gelbton ist erkennbar.
Geschmacklich bestätigt sich die Säure. Sie gefällt mir ganz gut, ist sehr erfrischend. 
Ich finde das etwas Säure gut zum Sommer oder zum Essen passt. Zum reinen Weingenuss fehlt mir aber etwas mehr Süße.

Dennoch ein sehr interessanter Wein. Probier ihn ruhig mal, wenn ihr die Gelegenheit bekommt :)

Samstag, 28. Januar 2017

2015 - Thomas Hensel Aufwind Weißburgunder & Chardonnay

Ja, eigentlich sollte es um Pinot Gris - Weine gehen. Aber schon wieder schreibe ich nicht über Grauburgunder :)
Zu Weihnachten habe ich mehrere Weine bekommen und sollte ich euch diese vorenthalten?
Nein, das wäre zu schade.
Deshalb stelle ich euch gerne den Weissburgunder-Chardonnay von Thomas Hensel vor. Ich habe ja schonmal einen Grauburgunder vom Hensel vorgestellt. Mir gefällt seine Einstellung sehr gut, auch gefallen mir die Weine und das Design. Deshalb probiere ich auch gerne mal andere Weine von ihm.
Thomas Hensel unterscheidet seine Weine in verschiedene Kategorien. Mich interessieren dabei vor allem die Kategorien "Aufwind", "Höhenflug" und "Magnum". Dabei handelt es sich bei Magnum eigentlich nur um die Magnum-Flasche und eine längere Haltbarkeit. Die Kategorien "Ikarus" und "Liter" interessieren mich weniger, da in diesen Kategorien eigentlich nur Rot- und Roséweine, und Riesling angeboten wird.
Der Aufwind ist also nicht die "teuerste" Kategorie, aber dennoch ist sie schon sehr hochwertig.


So nun zum Wesentlichen: Aussehen, Bouquet und Geschmack!
Meiner Meinung nach sind die Weißburgunder den Grauburgundern recht ähnlich nur weniger intensiv. Deshalb kommt es sehr gut, dass Thomas Hensel auch noch einen Chardonnay eingebracht hat. Die Farbe des Weins kommt den Grauburgundern sehr nah. Er ist relativ hell und leicht gelblich.
Sein Bouquet ist recht sanft, nicht stechend aber lässt schon auf den Geschmack schließen. 
Geschmacklich ist er wirklich gut. Der wenig intensive Geschmack des Weißburgunders wird tatsächlich von dem fruchtigen Geschmack aufgemöbelt.

Meine Empfehlung: Probiert ihn! Er ist was besonderes und eine fantastische Abwechselung.
:)

Der 2016er Bötzinger - Grauer Burgunder - Kabinett

Ja, lang ist's her. Lange habe ich gar nichts mehr berichtet. Habe ich keine Weine mehr getrunken? Doch das habe ich. Aber irgendwie habe ich keine Zeit gefunden, darüber zu berichten.

Doch nun geht es weiter. Und was habe ich hier? Einen 2016er Bötzinger - Grauer Burgunder. Ein Kabinett-Wein und dafür mit 6,50 Euro wirklich günstig. Oder kann er etwa nichts?



Er hat eine schöne helle Farbe, wie ich sie von Grauburgundern gewohnt bin. Dafür, dass er noch so frisch ist, hat er schon einen schönen Gelbton.
Sein Bouquet ist sehr zurückhaltend, nichts stechendes, nichts auffallendes. Leichte erkennbare Noten von Holunder.
Im ersten Schluck ist ein kleines Perlen spürbar, aber nichts besonderes für so einen jungen Wein. Kurz darauf setzt eine wunderbare Säure kombiniert mit einer leichten Restsüße ein.
Mir gefällt er gut.

Mein Fazit: Ein echt günstiger und guter Kabinett-Wein. Wunderbar zum Essen oder für ein Gläschen unter Freunden. 

:)

Mittwoch, 16. März 2016

2014 Laurenza Pinot Grigio Garganega - del Veneto

Heute mal ein Experiment:

Der 2014er Laurenza Pinot Grigio Garganega - del Veneto


Warum Experiment? Zum einen handelt es sich um einen italienischen Pinot Grigio, genaugenommen kommt er aus Venetien. Zum anderen handelt es sich um ein preisliches Experiment. Ihn habe ich beim Einkaufen bei Rewe gefunden. Gekostet hat er 2,59 Euro und damit ist er weit unter meiner sonstigen 5-Euro-Grenze. Kann er trotzdem was? Das werden wir noch sehen.

Optisch kommt der Pinot Grigio in einer ansehnlichen Flasche mit einem altertümlichen Logo daher. Der Rest des Etiketts ist sehr schlicht im Schwarz-Weiß-Stil gehalten. Ich finde die Flasche sieht nicht nach Billigwein aus.
Abfüller ist die Wegenstein GmbH in Österreich. Warum füllt ein Österreichisches Unternehmen italienischen Wein ab?
Der Wein an sich hat eine sehr helle Farbe, typisch für einen jungen Grauburgunder. 
Das Bouquet des Weins kommt leider wenig fruchtig daher. Ich empfinde den Geruch schon fast leicht stechend, leider kein gutes Zeichen. Geschmacklich kann ich wenig Restsüße erkennen, ich schmecke eher etwas Säure, was über den Geschmack meiner sonstigen Weine hinausgeht. Ich bevorzuge Weine mit leichter Restsüße. Bis auf die fehlende Restsüße und den minimal stechenden Geruch hält der Italiener aber keine negativen Überraschungen bereit. Leider aber auch nicht unbedingt positive. Denn es lassen sich nur wenige Aromen erkennen. Der Wein schmeckt einfach etwas dünn und traubig.

Ob das der Herkunft oder dem Preis kann ich hier schwer sagen, dafür muss ich erstmal ein paar weitere Italiener probieren. 

Zum puren Genuß kann ich diesen Wein weniger empfehlen. Um daraus aber eine Weinschorle zu machen, ist er allemal gut!

Bei Amazon kann ich ihn nicht finden, dafür aber im Rewe-Online-Shop, falls ihn tatsächlich mal jemand probieren möchte: Laurenza Pinot Grigio 2014


Montag, 14. März 2016

Ducksteiner Original - Mal etwas ganz anderes :-D


"Was soll das denn hier??? Das passt doch gar nicht hierhin!!!" - sollte man denken!

Doch beim "Duckstein" handelt es sich nicht um einfaches Bier. "Duckstein" ist Bier mit Tradition. Und obwohl es hier eigentlich nur um Weine und vor allem Grauburguner-Weine geht, nehme ich es mir hier einfach raus, das Duckstein-Bier vorzustellen. Warum? Weil ich es beim letzten Einkauf mitgenommen habe und es jetzt gerade genieße.

Der Name des Bieres stammt vom Stein, durch den der Lutter-Bach fließt, den Bach dessen Wasser zum Brauen des Duckstein-Bieres verwendet wird. Natürlich wird zusätzlich auch Weizen und Hopfen verwendet. Das Duckstein-Bier wird bereits seit dem 17. Jahrhundert in Königslutter gebraut und ist über die deutschen Landesgrenzen hinaus bekannt. Vertrieben wird das Duckstein-Bier inzwischen von der Duckstein GmbH aus Hamburg.

Möglicherweise ist mir dieses Bier auf Grund meiner Studienzeit im nahe gelegenen Braunschweig so bekannt, was es natürlich weder besser noch schlechter macht :-D

Soo, zum eigentlich wichtigen am Bier, dem Geruch, dem Geschmack und dem Aussehen:

Farblich ist das Duckstein-Bier wie auf der Etiketten-Beschriftung angegeben rotblond bis leicht bräunlich. Meiner Meinung nach eine perfekte Bierfarbe. Leider hatte ich kein Duckstein-Glas zur Hand, deshalb musste ein Heineken-Glas herhalten, was ich von der Heineken-Experience-Tour in Amsterdam als Andenken mitgenommen habe.
Schon der Geruch verrät die geschmacklichen Eigenschaften des Bieres: Würzig und intensiv, leicht karamellartig und ein gewisser Buchenholz-Geruch ist erkennbar.
Der volle Geschmack bestätigt natürlich den edlen Geruch. Der Schaum ist leicht cremig: Nicht so stark wie bei Guiness aber auch nicht so schwach wie bei Kölsch. Meiner Meinung nach ist das Ducksteiner ein perfektes Bier zum Essen von würzigen Speisen oder zum Genießen an warmen Tagen. Auf Grund des eher gehobenen Preises empfiehlt es sich weniger als "Sauf"-Bier sondern nur zum gelegentlichen Genuß.



Meiner Meinung nach ist das Duckstein-Bier eine klare Empfehlung wert.
Probiert es aus und hinterlasst mir eure Meinung:



Montag, 7. März 2016

2014 Wolfberger Gewürztraminer

Mal etwas, was eigentlich nicht hierher passt:

Der 2014er Wolfberger Gewürztraminer Signature

Nein, er ist kein Grauburgunder, kein Pinot Gris. Dennoch ist er durchaus erwähnenswert. Wie bin ich auf ihn gekommen?
Natürlich: Schaut man etwas weiter unten findet man den Wolfberger Pinot Gris, der mir wundervoll gemundet hat.



Doch was ist er und was kann er?

Preislich ist er mit 12,90 Euro schon etwas weiter oben angesiedelt, als die Weine, die sonst in meinem Regal stehen. Ich finde Preise im Bereich von fünf bis zehn Euro in Ordnung. Ich glaube, dass die Weine dadrüber nicht proportional besser werden.

Der Geruch des Weins ist viel intensiver als der von Grauburgunder-Weinen. Er riecht fruchtig bis blumig. Zitrusfrüchte und Gewürze lassen sich hier wirklich leicht erkennen. Auch geschmacklich ist der Gewürztraminer wie der Name schon sagt "würzig". Und auch im Geschmack bestätigt sich der intensive fruchtige Geschmack. Der Wolfberger Gewürztraminer schmeckt im Gegensatz zu vielen anderen Gewürztraminern allerdings nicht unecht oder parfümiert.

Wie auch die Grauburgunder hat der Gewürztraminer mit 13,00% einen hohen Alkoholgehalt. Bei der Rebsorte "Gewürztraminer" handelt es sich im übrigen um eine rötliche und frühreifende Art des Roten Traminers.

Der Wolfberger Gewürztraminer ist durchaus eine Empfehlung, wenn man einmal eine positive Abwechselung vom Grauburgunder erleben möchte.

Finden kann man ihn hier:




Hier noch ein paar zusätzliche Infos vom Weingut: (:-D)


Sonntag, 21. Februar 2016

2014 Wolfberger Pinot Gris "Vin D'Alsace"

Der zweite Weinbericht...


2014 Wolfberger Pinot Gris "Vin D'Alsace"

Er ist etwas ganz besonderes und sogar einer meiner Favoriten: Der Wolfberger Pinot Gris. Der aus dem Elsass stammende Grauburgunder kommt nicht nur mit einem fabelhaften Geschmack und Bouquet daher, sondern ist auch preislich mit ca. 8,90 Euro voll im Rahmen. Neben dem verführerischen Bouquet kommt im samtig weichen, vollmundigen Geschmack eine gute Restsüße durch. Die gehobene Qualität erreicht der "Vin D'Alsace" aus ambitionierten aber auch frischen Rebsorten des Elsass.



Empfohlen wird er zu geräuchertem Fisch, süß-saurer asiatischer Küche oder Gänseleber und Lamm. Doch wie immer trinke ich ihn gerne einfach so zwischendurch oder zu kleineren Leckereien wie Weißbrot mit Pesto, kleinen Tomaten und Büffel-Mozzarella. Auch zu Bruschetta passt er hervorragend.

Der Wolfberger kommt wie bei Pinot Gris-Weinen gewohnt mit einem relativ hohen Alkoholgehalt von 12% daher. Der Franzose scheint in Deutschland noch relativ unbekannt zu sein, ich kann bei Youtube kein deutschsprachiges Video zum Wolfberger finden.

Von mir ist dieser Wein eine ganz klare Empfehlung. Probiert ein Glas und teilt mir eure Meinung zum Franzosen mit:




:)

Freitag, 19. Februar 2016

Die richtigen Weißweingläser für den Grauburgunder

In diesem Beitrag geht es nicht direkt um den Grauburgunder. Nun soll es erstmal um die Gläser gehen. Vielleicht denkt man erstmal, dass es völlig irrelevant ist, welche Gläser man zum Genießen eines Grauburgunders verwendet. Dem ist aber nicht so.

Beim Genuss zählt immer der Gesamteindruck und der besteht nicht nur aus dem Wein alleine. Viel mehr besteht er aus der Umgebung, in der man genießen möchte, den Personen, mit denen man zusammen genießt, den verwendeten Weingläsern und selbstverständlich auch aus dem verwendeten Wein selbst.

Welcher Wein zum perfekten Genuss führt, wird in den anderen Beiträgen erörtert. Auch auf die Umgebung soll hier nicht eingegangen werden. Die Freunde mit denen man einen Grauburgunder genießt muss man selbst auswählen. Aber welche Gläser sind die richtigen?

Ganz wichtig finde ich, dass die Gläser nicht zu dick sind. Und sie sollten einen edlen Eindruck machen. Ich finde große Rotweingläser unpassend zum Grauburgunder. Nach meinem Geschmack müssen die Gläser auch einen kleinen ausgefallenen und modernen Touch haben.

Schön finde ich beispielsweise die Gläser von Sophienwald oder Schott:





Ganz wichtig ist, dass beim gemeinsamen Genießen alle Genießer die gleichen Gläser verwenden und nicht wild gemischt wird. Was ich zusätzlich schön finde, ist ein kleiner Schriftzug auf den Gläsern, wie ich es von einigen französischen Gläsern kenne. 

:)